Ultrafiltration (UF)
Die Ultrafiltration (UF) ist vergleichbar mit dem Filtern von Kaffee, nur viel feiner, eben ultra.
Bei der Ultrafiltration wird das zu filternde Wasser mit Druck durch kleine Kunststoffröhrchen gepresst, die einen Innendurchmesser von ca. 0,5 - 2 mm haben. Dabei sind die eigentlichen Filter aber die Wände dieser Röhrchen, deren Filterporen 0,01 µm klein sind (zum Vergleich: Ein menschliches Haar hat einen Durchmesser von ca. 50 µm - dies ist das 5000-fache). Diese Wände (Membranen) können Verschmutzungen bis zu einer bestimmten Grösse zurückhalten. Partikel oder Verunreinigungen, die zu groß für die Ultrafiltrationsmembranen sind, werden am Ende der Röhrchen wieder ausgespült, während gelöste Stoffe (Salze und organische Stoffe) die Membranen der Filterröhrchen passieren können.
Der große Vorteil der Ultrafiltration gegenüber herkömmlichen Filtermethoden ist jedoch die absolute Keimfreiheit des filtrierten Wassers. Die Poren der UF-Membranen sind so winzig, dass Bakterien und sogar Viren von ihren Ausmaßen zu groß sind, um die UF-Membran passieren zu können.
Durch das Bündeln vieler solcher Filterröhrchen in sogenannten Filtermodulen entsteht die notwendige Fläche, die einen größeren Wasserdurchfluss ermöglicht. Je nach Anwendungsbereich sind diese Module unterschiedlich groß und ermöglichen so unterschiedliche Filterleistungen. Die Verwendung mehrerer Module führt dabei zu Ergebnissen, die in der Wasseraufbereitung nahezu keine Wünsche mehr offen lassen.
Vorteile von UF-Aufbereitungen:
- Keimfreiheit
Größter Vorteil der Ultrafiltration ist die Keimfreiheit. Das Wasser verlässt die Membran absolut viren- und bakterienfrei. Die Membrane reinigt und desinfiziert sich mehrmals täglich vollautomatisch.
- Filterverkeimungen sind mit dieser Technologie unmöglich.
- Spülung
Eine Ultrafiltration spült sich regelmäßig vollautomatisch für einen Zeitraum von weniger als einer Minute. Somit entfallen Personalkosten.
- Kompakte Bauweise
Übliche Raumhöhen von 2,2 m reichen für die Installation einer Anlage völlig aus, Höhen von 4,5 m und mehr gehören der Vergangenheit an.
- Raumersparnis
Durch Wegfall der herkömmlichen Stahlfilter halbiert sich der Platzbedarf der Aufbereitungsanlage.
Die bisherige Spülwasserbevorratung entfällt.
|
|